Energiedienstleistungen

 

 Biomasseheizwerke

Schon 1998 wurde von der UMWELTSCHUTZ UBP AG im Rahmen einer Studie zur ökologischen und ökonomischen Optimierung der Energieversorgung für Kommunen und Firmen in der Kurpfalz ein Konzept erarbeitet, das die Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung vorsieht und damit entscheidend zum Klimaschutz beiträgt.
Als erste Energie-Contracting-Projekte konnten dann Biomasseheizwerke in Heidelberg (1998) und Wiesloch (2000) errichtet und in Betrieb genommen werden.
Investitions- und Betriebskosten für Kessel und Nahwärmeleitung rechnen sich immer besser, je mehr Wärmekunden an das System angeschlossen werden. Daher ist es sinnvoll möglichst ganze Straßenzüge mit Nahwärmenetzen zu belegen und zentrale Biomasseheizwerke zu errichten und anzuschließen.

Holzheizwerke bestehen in der Regel aus folgenden Anlagenkomponenten:

  • Unterirdisches Brennstofflager (für ca. 2 Tage Volllastbetrieb)
  • Kessel- und Feuerungseinheit (Dreizug-Rauchrohrkessel; Vorschubrost- Feuerung)
  • Rauchgasableitung über Multizyklon- Abscheider, Kamin, Ventilator
  • automatische Steuerung
  • Hydraulische Komponenten
  • Ölkesseleinheit

Der Betrieb der Anlagen läuft vollautomatisch. Die Anlagenüberwachung erfolgt extern über installierte Datenfernübertragungen. Störmeldungen werden sofort erfasst und zur Behebung entsprechende Maßnahmen über einen Bereitschaftsdienst eingeleitet.

 

Feuerungstechnik

 

Es handelt sich meist um Vorschub-Rostfeuerungen. Der Brennstoff wird hierbei mittels einer Fördereinrichtung auf die Rostelemente in die Brennkammer gefördert. Darin wird das Holz unter Wärmeeinfluss getrocknet, entgast und unter Zugabe von Primärluft nahezu vollständig verbrannt. Das bei der Entgasung entstandene brennbare Gas wird in eine zweite Kammer geführt und dort nachverbrannt.
Die räumlich gestufte Verbrennung, unterstützt durch modernste Mess- und Regeltechnik, ermöglicht niedrigste Emissionswerte und die sichere Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte.

Die anfallende Asche kann oft dem Kompost beigemischt werden oder wird deponiert. Der Brennstoff fällt betriebsbedingt überwiegend in den Monaten Oktober bis März beim Gartenbau, Landschaftsbau und Baumpflege an. Während der Heizperiode wird das Holz bedarfsgerecht gehackt und in das Brennstofflager eingebracht.

Die Versorgung der Wärmeverbraucher erfolgt über Nahwärmenetze bestehend aus isolierten Kunststoff- oder Stahlrohren und Übergabestationen in den einzelnen Gebäuden.

Die ursprüngliche Energieversorgung der unterschiedlichen Wärmeabnehmer wurde ausschließlich durch fossile Brennstoffe gedeckt. Durch die Einführung des nachwachsenden und CO2 neutralen Energieträgers Biomasse können im Rahmen dieser Projekte jährlich bis zu 90 % CO2 eingespart werden.

 

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