Energiedienstleistungen

 

Biomassezentren

Da die Ablagerung von biologisch abbaubaren Abfällen auf Deponien ohne vorhergehende Stabilisierung in der EU nicht mehr erlaubt ist, sind Alternativen zur Gewährleistung der Entsorgungssicherheit notwendig. Eine Möglichkeit stellt die Nutzbarmachung des Energieinhalts der biologischen Wertstoffe zur Erzeugung von Nutzwärme und elektrischem Strom dar. Aus diesem Grund plant die UMWELTSCHUTZ UBP als eine Möglichkeit die Errichtung von Biomassezentren, in welchen die biologischen Wertstoffe angenommen, aufbereitet und mit dem Ziel der Herstellung eines vermarktbaren Ersatzbrennstoffes behandelt werden.
Prinzipielle Hauptkomponenten dieser Biomassezentren können folgende Anlagen oder Anlagenteile sein.

 

  • Biomasseheizkraftwerk mit ORC- bzw. Dampf- Prozess
  • Vergärungsanlage mit nachgeschaltetem BHKW
  • Biomassetrockner
  • Zerkleinerung, Mischer
  • versch. Klassier- und Sortieraggregate (z.B. Sichter, Siebe, Magnetabscheider)
  • Pelletier- oder Brikettieranlage

Die für die Trocknung der Biomasse benötigte Wärmeenergie wird durch vorhandene „Abfallwärme“ (z.B. aus einer bestehenden Müllverbrennungsanlage), ein Biomasseheiz- oder ein Biomasseheizkraftwerk bereit gestellt.

Der erzeugte Ersatzbrennstoff zeichnet sich durch seine gleichbleibende Qualität hinsichtlich des Energieinhalts und seiner Geometrie gegenüber anderen Biomassebrennstoffen wie Altholz oder naturbelassenen Holzhackschnitzeln aus, wodurch die verfahrenstechnische und die anlagentechnische Steuerung der Heiz(kraft)werke erheblich vereinfacht wird und woraus sich eine Reduzierung von brennstoffbedingten Störungen ergibt.

Der erzeugte Ersatzbrennstoff aus Biomassen soll zum Einen direkt vermarktet werden. Zum Anderen ist der Einsatz als Brennstoff in dezentralen im Umfeld des Biomassenzentrums zu errichtenden Biomasseheiz(kraft)werken vorgesehen.
Über ein Energie- Contracting könnten die Kunden je nach Bedarf mit Wärme bzw. Kälte versorgt werden. Im Falle der Errichtung eines Heizkraftwerkes wird der erzeugte Strom entweder in das Stromnetz eingespeist und gemäß Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vergütet oder direkt an einen Endkunden veräußert.
Beim Einsatz der Ersatzbrennstoffe aus Biomasse wird ein deutlich positiver ökologischer Effekt erzielt, da bei der Verbrennung kein zusätzliches CO2 freigesetzt wird und somit ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung des umweltpolitischen Ziels der Reduzierung der Emissionen von treibhauswirksamen Gasen erreicht wird.
Durch die regionale Ausrichtung des Konzeptes ergibt sich ein positiver wirtschaftlicher Effekt für die Region und es werden Arbeitsplätze geschaffen.

 

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