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Biomasse-Heizwerk im Container
Großer Stadtacker
Im Zuge des exorbitant steigenden Ölpreises nimmt die energetische Nutzung von unbehandelten Resthölzern, nicht zuletzt wegen der deutlichen Klimaentlastung hohe Priorität ein.
Die UMWELTSCHUTZ UBP AG bietet vor diesem Hintergrund ein Wärmecontracting auf der Basis fester Biomasse an. Sie tritt hierbei als Planer, Investor, Betreiber und Wärmelieferant auch für KMUs und Wohnhausbesitzer auf. Mit folgendem Konzept konnte ein sog. Nachbarschafts-Wärmenetz zur Ausführung gebracht werden.
Ein Heizkessel (150kW) nebst zugehöriger Peripherie steht in einem Container und der Brennstoff (hier: Holzhackschnitzel) wird in einem Silo gelagert. Die Anlage versorgt über ein ca. 80 m langes Nahwärmenetz einen kleinen Lebensmittel produzierendes Gewerbe und zwei Wohnhäuser.
Das Biomasseheizwerk mit einer Leistung von ca. 150kW versorgt über eine Nahwärmetrasse drei Wärmeabnehmer mit folgenden Wärmebedarfszahlen:
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Wärmeabnehmer
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Anschlussleistung (kW)
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Wärmebedarf (MWh/Jahr)
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Lebensmittel produzierendes Gewerbe
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80
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ca. 140
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Wohnhaus 1
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35
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ca. 30
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Wohnhaus 2
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35
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ca. 30
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Gesamt
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150
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ca. 200
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Auf einer Freifläche neben dem Wohnhaus 2 wurde das Heizwerk in einem Container errichtet. In der Produktion steht ein Ölkessel für die Notversorgung bereit.
Das Heizwerk besteht aus folgenden Anlagenkomponenten:
- Silo als Brennstofflager ca. 45 m³
(für ca. 20 Tage Volllastbetrieb)
- Kessel- und Feuerungseinheit
- Rauchgasableitung über
- automatische Steuerung
Der Betrieb der Anlage läuft vollautomatisch. Die Anlagenüberwachung erfolgt extern über eine installierte Datenfernübertragung. Störmeldungen werden sofort erfasst und zur Behebung entsprechende Maßnahmen über einen Bereitschaftsdienst eingeleitet. Die Investitionskosten incl. Nahwärmenetz belaufen sich auf ca. 130.000 €.
Die UBP hat sich für eine Rotationsfeuerung entschieden. Der Brennstoff wird mittels einer Einschubschnecke über einen ganzflächig bewegten Rost in die Brennkammer gefördert. Darin wird das Holz unter Wärmeeinfluss erwärmt und entgast. Die kontinuierliche Vergasung erfolgt unter Luftmangel. Aufsteigende Brenngase werden mittels Rotationsgebläse mit – zerstäubter und einem Drehimpuls versetzter – Sekundärluft vermischt. Dadurch wird die perfekte Durchmischung mit den Brenngasen gewährleistet. Das Ergebnis ist eine Verbrennungstechnik von Holzbrennstoffen die einer Gasbrennqualität gleichkommt.
Durch diese perfekte Verbrennung sind die Emissionen von CO und NOx erstmals geringer als bei einer modernen Ölfeuerung. Im Gegensatz zu Öl und Gas ist Holz aber CO2-neutral (bei Verbrennung wird nur soviel CO2 frei gesetzt, wie die Pflanze in der Vegetationsphase eingelagert hat) und erneuerbar. In Verbindung mit modulierender Leistungsregelung sind Kesselwirkungsgrade von über 90% erreichbar.
Der ganzflächig bewegte Rost führt die Asche aus dem Feuerraum in den Ascheraum. Die Austragung erfolgt dann über eine Ascheschnecke in eine neben dem Container stehende Aschetonne aus verzinktem Stahl. Dank der sauberen Verbrennung bleiben lediglich die im Holz eingelagerten Mineralstoffe als Asche übrig.
Jährlicher Brennstoffbedarf: ca. 250 Sm³ Holzhackschnitzel Herkunft: 100% Restholz aus Holz verarbeitenden Industrie. Im Laufe eines ganzen Jahres muss der Silo ca. 6mal befüllt werden.
Die Versorgung der Wärmeverbraucher erfolgt über ein ca.100 m langes Nahwärmenetz bestehend aus isoliertem flexiblen Kunststoffrohren und einem Übergabeverteilungssysteme mit Regelventil in den einzelnen Gebäuden. Das Netz wird im Vorlauf gleitend von 95°C bis 75°C und im Rücklauf mit 65°C betrieben.
Die ursprüngliche Energieversorgung der unterschiedlichen Wärmeabnehmer wurde ausschließlich durch fossile Brennstoffe gedeckt. Durch die Einführung des nachwachsenden und CO2 neutralen Energieträgers Biomasse können im Rahmen dieses Projektes jährlich ca. 70 t CO2 eingespart werden.
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